§ 2 BetrVG – Stellung der Gewerkschaften und Vereinigungen der Arbeitgeber

§ 2 BetrVG – Stellung der Gewerkschaften und Vereinigungen der Arbeitgeber

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Das ist der Paragraph den der Arbeitgeber gerne in den Mund nimmt, aber den auch die Betriebsräte immer mal anwenden sollten. „Vertrauensvolle Zusammenarbeit„.

Nun zuerst einmal den Paragraphen an sich:

§ 2 BetrVG – Stellung der Gewerkschaften und Vereinigungen der Arbeitgeber

(1) Arbeitgeber und Betriebsrat arbeiten unter Beachtung der geltenden Tarifverträge vertrauensvoll und im Zusammenwirken mit den im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammen.
(2) Zur Wahrnehmung der in diesem Gesetz genannten Aufgaben und Befugnisse der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften ist deren Beauftragten nach Unterrichtung des Arbeitgebers oder seines Vertreters Zugang zum Betrieb zu gewähren, soweit dem nicht unumgängliche Notwendigkeiten des Betriebsablaufs, zwingende Sicherheitsvorschriften oder der Schutz von Betriebsgeheimnissen entgegenstehen.
(3) Die Aufgaben der Gewerkschaften und der Vereinigungen der Arbeitgeber, insbesondere die Wahrnehmung der Interessen ihrer Mitglieder, werden durch dieses Gesetz nicht berührt.

In der Regel dreht sich immer alles um den ersten Absatz. Die beiden anderen ergeben sich zudem auch noch aus Folgeparagraphen.

Der Arbeitgeber nimmt den Spruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit gerne dann wenn der Betriebsrat etwas bockig ist. Der verweist ja allzugerne auf die geltenden Gesetze, Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen. Der Spruch kommt meist wenn die Arbeitgeberseite nicht mehr weiter weiss, oder wenn ein paar Zuhörer mit anwesend sind um sich profilieren zu können (meint der Arbeitgeber zumindest). Oder: „Lieber Betriebsrat. Hab doch vertrauen in mir. Ich halte mich doch immer an alle Vorschriften.“

Sind aber auch echt schlimm die Betriebsräte. Man kann doch auch mal etwas nachgiebiger sein denn die geltenden Gesetze sind teilweise ja eh aus Anno Dazumal. Also eigentlich gar nicht relevant. Kennen sicher einige diese Sprüche oder?

Ich nehme den gerne, wenn wie gewohnt, der Arbeitgeber seinen Informationspflichten nicht rechtzeitig und umfassend nachkommt. Wenn dann das Ganze etwas länger dauert, als der Arbeitgeber es sich wünscht, ist der Satz echt gut.

Im zweiten Absatz steht ganz klar das die Gewerkschaft, nachdem sie sich angemeldet hat, jederzeit Zutritt zum Betrieb zu gewähren ist. Vorausgesetzt es ist mindestens einer im Betrieb der Gewerkschaft angehört. Denke das sollte kein Problem sein wenn es einen Betriebsrat gibt oder? Habe ja in anderen Beiträgen schon darauf hingewiesen wie wichtig die Gewerkschaft ist. Alle Interessenvertreter sollten zwingend Mitglied sein. Mit der Gewerkschaft im Rücken hat man Wissen und enorm viel Kraft.

Vertrauensvoll der Gewerkschaft gegenüber wäre es, wenn es jederzeit möglich ist, in den Betrieb zu kommen. Meist müßen die brav „Bitte Bitte“ sagen. Da steht der Arbeitgeber drauf. Nun das Gestz schreibt es ja vor und da nehmen es die Arbeitgeber meist wörtlich. Wenn das immer so wäre gäbe es weniger Diskussionen miteinander.

„Vertrauensvolle Zusammenarbeit“ ist in meinen Augen – Rücksichtnahme aufeinander- auf Augenhöhe reden – fair und gesetzestreu bleiben.

Wie sind den eure Erfahrungen mit der vertrauensvollen Zusammenarbeit?

§ 1 BetrVG – Errichtung von Betriebsräten    –        § 3 BetrVG – Abweichende Regelungen

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